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Ein lässiger Wurf aus dem Handgelenk, die Scheibe segelt in elegantem Bogen durch die Luft. Doch der Wind macht dem Werfer einen strich durch die erwartete Flugbahn: Eine plötzliche Böe - und das runde Plastik landet meterweit im Aus.
"Der Wind kann richtig ärgerlich sein", erzählt Alexandra Aschendorf. "Besonders wenn ein guter Wurf deshalb total daneben geht." Die Studentin ist Spielerin beim Frisbee-Family-Pempelfort-Club, der am Samstag ein landesweites Turnier am Sportzentrum der Heinrich-Heine-Universität organisiert hat. Die Sportart: Ultimate, ein Mannschaftsspiel. Die Regeln: Sieben Spieler pro Mannschaft werfen sich die Scheibe zu und versuchen die gegnerische Endzone zu erreichen. Hält ein Spieler die Scheibe erstmal in der Hand, darf er sich nicht mehr von der Stelle bewegen. Lediglich Ausfallschritte sind erlaubt. Ein Regel-Mix aus Basketball und Football - Doch die Fänger leben nicht so gefährlich: "Bei uns gibt es kaum Fouls oder Verletzungen", sagt Jost Hagemann, Kapitän des Frisbee-Family-Teams. "Wir brauchen nicht mal einen Schiri."
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Doch auch ohne Schiedsrichter geht es auf dem Platz gesittet zu: Keine Rempeleien oder "Schwalben" wie in der Bundesliga, keine Prügeleien um den Plastikteller. Noch nicht einmal Rufe sind zu hören - was zeitweise an der Musik aus den Lautsprechern liegen mag. Die ist unverzichtbar für die Frisbee-Spieler: "Die Party und der Sport gehen bei uns Hand in Hand", erklärt Mannschafts-Kapitän Jost Hagemann und hält zum Beweis Bierflache und Kippe hoch - kurz vor Beginn des Spiels. "Gewinnen ist unwichtig, der Spaß steht im Vordergrund." Deshalb ist auch die Zusammensetzung der Mannschaft zweitrangig: Männer und Frauen, Teenager und Familienväter spielen im gleichen Team.
Und Preise gibt es auch nicht, stattdessen werden gleich zwei Teams ausgezeichnet: Das Sieger-Team und die Mannschaft mit dem besten Teamgeist. Sie erhält den Spirit-of-the-Game-Preis. Der ging diesmal an eine Mannschaft aus Spikeroog. Sieger des Turniers waren die "Fumbling Frizzlies" aus Aachen. Sie gewannen im Endspiel acht zu fünf gegen das "Team 42" aus Dreieich - ganz nebenbei, während die Party weiterlief.
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